Partizipatorische Eingewöhnung

Ein bindungsorientiertes Eingewöhnungsmodell, 

das die Signale von Kindern und Eltern ernst nimmt und im Eingewöhnungsverlauf berücksichtigt.

 

Diese Form der Eingewöhnung ermöglicht Familien einen begleiteten, sanften, bindungsorientierten Übergang von der familiären Betreuung zur ergänzenden außerfamiliären Betreuung in Kita, Krippe oder Tagespflege.

Zum Zeitpunkt der Eingewöhnung haben Eltern und Kind meist eine sehr intensive erste Lebenszeit voller gemeinsam geteilter Erfahrungen erlebt. In den meisten Fällen ist das Kind sehr stark auf einen Elternteil bezogen. Um das psychische, seelische, geistige und körperliche Wohlbefinden des Kindes zu wahren, nimmt dieser Elternteil auch in der Eingewöhnung eine aktive Rolle ein, so wie es das Kind aus seiner bisherigen Lebenserfahrung gewohnt ist. Gemeinsam mit seinem Elternteil kann es die neue Welt erkunden und sich in seinem Tempo auf die neuen einladenden Erfahrungen einlassen. 

Hier geht's zu den Videoeinführungen von Prof. Dr. Marjan Alemzadeh.

 

Ziele und Themenbereiche:

  • Die Bedeutung von Übergängen im Laufe des Lebens kennenlernen.
  • Wahrnehmendes Beobachten für die Partizipatorische Eingewöhnung nutzen und die kindlichen Potenziale, Interessen und Vorlieben aufgreifen.
  • Lernen, wie man Kinder und Eltern angemessen bei der Eingewöhnung einbezieht und  feinfühlig unterstützen kann.
  • Die Signale der Kinder sensibel wahrnehmen und den Eingewöhnungsprozess daran ausrichten.
  • Die Signale der Eltern empathisch anerkennen und professionell mit ihren Gefühlen umgehen.
  • Erkennen, wie wichtig eine individuelle Eingewöhnungsbegleitung ist.

 

Inhouse:

Ab 2026 biete ich zu diesem Thema Inhouse-Schulungen und Fortbildungen in verschiedenen Varianten an:

 

Für weitere Informationen vorab kontaktieren Sie mich sehr gerne via Kontaktformular.

"Es ist Zeit für ein Eingewöhnungskonzept, indem die kindlichen sowie die elterlichen 

Signale im Eingewöhnungsverlauf ernsthaft berücksichtigt werden."

Prof. Dr. Marjan Alemzadeh

Was Macht macht! (Un)Bewusste Machtverhältnisse in der Elementarpädagogik

Das Verhältnis zwischen Kindern und Erwachsenen ist gekennzeichnet durch enorme Unterschiede in den zur Verfügung stehenden Machtmitteln. Deshalb sind Kinder darauf angewiesen, dass sich dieser pädagogische Gestaltungsspielraum an ihrem Wohl orientiert.

Kinder sollen im Laufe ihres Aufwachsens zu Selbstachtung, Anerkennung der anderen, Selbst- und Mitbestimmung befähigt werden – mit Erwachsenen an ihrer Seite, die sich ihres Machtvorsprungs bewusst sind und damit verantwortungsvoll umgehen. 

Das langfristige Ziel dabei: die eigene Macht Schritt für Schritt an die Kinder abzugeben. Denn Macht ist ein „Möglichkeitsraum“, den Kinder und Erwachsene sich teilen (sollten).

 

Ziele und Themenbereiche

  • Grundlagenwissen über den Ursprung von Macht aus soziologischer Sicht, die verschiedenen Machtkategorien, sowie zum Thema Adultismus erlangen
  • Beschäftigung mit verschiedenen Formen der Machtausübung, wie Gewalt, Zwang, Grenzen, Regeln (und Strafen)
  • Die Macht der Kinder und ihre Rechte (UNKRK) beleuchten
  • Ethik und Moral im elementarpädagogischen Kontext besprechen
  • Wissen zur Pädagogischen Kunstfehlerlehre erlangen
  • Methoden kennenlernen, um das eigene Machtbewusstsein entwickeln zu können, wie die Reckahner Reflexionen, den Kinderperspektivenansatz, der Videographie als Reflexionsmethode und mehr.

 

Für Inhouse-Veranstaltungen

Die konkreten Inhalte und Methoden orientieren sich an den aktuellen Themen und Wünschen des jeweiligen Teams. Der Auswahl an pädagogischen Inhalten und Situationen, die sich zur machtsensiblen Reflexion eignen, sind dabei keine Grenzen gesetzt.

"Du kannst dich nur um einen anderen Menschen kümmern, wenn du gut für dich gesorgt hast."

Kathrin Hohmann

Stressiger Krabbelstubenalltag - Stress bei jungen Kindern

Ein ganz „normaler“ Tag in der Krabbelstube (oder im Kindergarten) kann Kinder überfordern und stressen - das Verabschieden von der Bezugsperson, Frustrationen und Konflikte während des Freispiels, Anpassungsleistungen währen des Mittagessens oder der permanente Lärmpegel im Gruppenraum.

Die Emotionsregulation ist eine zentrale Entwicklungsaufgabe in der frühen Kindheit. Um das junge Kind in dieser Phase seiner Entwicklung angemessen begleiten und unterstützen zu können, kann eine proaktive Auseinandersetzung mit folgenden Themen zielführend sein: Emotionen, Ko-Regulation bzw. Selbstregulation, Resilienzförderung, sowie Salutogenese – die Lehre von der Gesundheit.

Und weil man sich nur gut um andere kümmern kann, wenn es einem selbst gut geht, beschäftigen wir uns außerdem mit Stressbewältigung, Selbstregulation und Achtsamkeit für uns selbst.

 

Ziele und Themenbereiche

  • Einführung in das Thema Stress (und Emotionen)
  • Salutogenese = die Lehre von der Gesundheit (weil Gesundheit mehr ist, als nur die Abwesenheit von Krankheit) und Kohärenz
  • Stress in Körper und Gehirn (Wie entsteht Stress? Welche Hormone sind beteiligt? Hirnforschung, Zusammenhang von Stress und Lernen)
  • Aufgaben der Amygdala (unseres Gefühlszentrums)
  • Stressforschung – Stress-Studien (Wiener Krippenstudie 2012, NiCHD-Studie 2007 …)
  • Stressfaktoren im „Alltag“ (Genauer: Mikrotransitionen, Mahlzeiten, Lärm)
  • Aufbau von Resilienz (als Schutzfaktor und „Immunsystem“ der Kinderseele)

 

Inhouse

Auch dieses Thema eignet sich dafür, um es gemeinsam im Team zu bearbeiten. Dabei könnte beispielsweise eine stressreduzierte Raumgestaltung oder aber auch die Planung eines stressarmen Tagesablaufes im Fokus stehen.